Wir fördern Kultur.

Willkommen auf den Seiten des Spendenparlaments für Schleswig-Holstein. Danke, dass Sie sich die Zeit nehmen, das noch junge Spendenparlament kennen zu lernen.

Auf den folgenden Seiten erfahren Sie Wichtiges zur Idee des Spendenparlaments, seinen Zielen und Grundsätzen. Wir begleiten Sie  dabei bis zur Möglichkeit, selbst Parlamentarier zu werden und damit ein aktiver Förderer des kulturellen Lebens in Schleswig-Holstein.

Ein Spendenparlament für die Kultur

20.000 Euro für 20 Projekte im Land.

Neue Vereinsmitglieder erhalten eine Radierung von Hans-Ruprecht Leiß.

Gerade erst hat das Schleswig-Holsteinische Spendenparlament für Kultur und Gesellschaft wieder getagt. Kein Fraktionsstreit, keine Parteidebatten. Selbst die Kieler Kulturpolitik war nicht Gegenstand von Diskussionen. Es ging vielmehr um einfache, unbürokratische Unterstützung von Kulturprojekten im Land. Nur die Sache zählt.

Gefördert werden von dem ehrenamtlichen Parlament aus Spendenmitteln und Mitgliedsbeiträgen Veranstaltungen, Aufführungen und Initiativen, die meist nicht große Schlagzeilen machen, die aber für das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Schleswig-Holstein von unschätzbarem Wert sind. „Ohne diese Vielfalt wäre der Norden ärmer“, sagt der Gründungsvater des Spendenparlaments, Karl-Heinz Groth aus Eckernförde. Willy Diercks, ebenfalls ein „Mann der ersten Stunde“, ergänzt: „Gerade diese kleineren, aber deswegen nicht minder bedeutsamen Projekte haben es in Zeiten leerer öffentlicher Kassen schwer, sich über Wasser zu halten. Zumal die Wirtschaft ihr Sponsoring immer stärker auf den Sport und kulturelle Großereignisse konzentriert.“ Das Spendenparlament ist ein einmaliger Weg, Gutes zu tun und gleichzeitig mitzureden, wenn über Förderanträge entschieden wird.

Das sah auch der Flensburger Künstler Hans-Ruprecht Leiß so und entschloss sich, interessierten Bürgerinnen und Bürgern das Spendenparlament mit einem kleinen Kunstwerk noch „schmackhafter“ zu machen. Der über die norddeutschen Grenzen hinaus bekannte Zeichner schuf eine Radierung (Abbildung), die nun als Spende des Künstlers möglichst viele Kulturinteressierte bewegen soll, „Parlamentarier“ zu werden. Mit einem Mitgliedsbeitrag von fünf Euro monatlich kann jeder Mitglied im Spendenparlament e.V. und gleichzeitig Förderer werden, denn der Beitrag, der steuerlich abgesetzt werden kann, geht in den großen Topf zur Unterstützung der Kultur in Schleswig-Holstein. Welche Projekte und Initiativen letztlich eine Spende erhalten, wird demokratisch entschieden, denn die Mitgliedschaft berechtigt dazu, an allen Sitzungen des Parlaments teilzunehmen, in denen über Förderanträge abgestimmt wird.

Gegründet wurde das Spendenparlament für Schleswig-Holstein e.V. am 1. September 2011 im Kieler Landeshaus. Es ist weltanschaulich, konfessionell und politisch unabhängig und vergibt Spenden nur an gemeinnützig anerkannte Projekte, Initiativen und Einrichtungen. „Transparenz und aktive Teilhabe an Vergabeentscheidungen sind wichtige Kriterien dieser Institution“, sagt Caroline Schwarz als Vereinsvorsitzende. Als Parlamentspräsident amtiert derzeit der frühere NDR-Moderator Norbert Radzanowski.

Die Leiß-Radierung in einer Auflage von 100 Exemplaren geht nummeriert und signiert an jedes neue Mitglied. „Besser kann man sein Geld nicht anlegen“, sagt Willy Diercks schmunzelnd, „mit einem Jahresbeitrag von 60 Euro gibt es nicht nur diese wertvolle Radierung, sondern auch das schöne Gefühl, sich für die vielfältige kulturelle Landschaft im Norden stark gemacht zu haben.“ Künstler Leiß fügt an: „Und eine höhere Rendite gibt es nirgends, schon gar nicht bei der derzeitigen Nullzins-Politik.“

Die Rendite des Spendenparlaments dagegen kann sich sehen lassen: Seit 2011 wurden rund 20 Projekte im Land mit knapp 20 000 Euro unterstützt.

Stephan Richter

Peter Harry Carstensen

Peter Harry Carstensen

"Charakteristisch für unser Land ist die große kulturelle Vielfalt. Sie verdient es, unterstützt zu werden."